Senioren
Früher waren sie alte Leute, heute nennt man sie Senioren. Jedoch nicht nur der Name hat sich geändert. In der Vergangenheit verbrachten die alten Leute Ihren Lebensabend im Schoße ihrer Familien und wurden, wenn es notwendig war, von der Familie gepflegt. Doch die Zeit der Großfamilien, in der mehrere Generationen zusammen lebten, ist vorbei. Es sind kleine und kleinste Haushalte entstanden, und für die Senioren ist oft niemand da, der die Pflege übernimmt.
Die Kinder wohnen weit entfernt oder arbeiten selbst den ganzen Tag und haben keine Zeit für die Betreuung der Alten. Doch die Alten von heute, die Senioren unterscheiden sich enorm von den alten Leuten der vergangenen Jahre. Sie wollen solange wie möglich unabhängig bleiben und ihr Leben nach Ihren Vorstellungen gestalten. Die Gruppe der Senioren wurde von der Wirtschaft entdeckt, denn sie hat Geld. Es sind die genau die Leute, die seit den 50er Jahren immer Ansprechpartner der Wirtschaft waren. Sie waren immer die umworbenen Konsumenten, ob es der Babyboom war (Konsum von Babynahrung, Babyartikel usw.), der Bauboom der 60er oder die Unterhaltungselektronik der 70er. Diese Generation hat unser Konsumverhalten mitbestimmt und jetzt werden die Senioren entdeckt und ein ganzer Wirtschaftszweig stellt sich auf sie ein.
Über Nahrungsergänzungsmittel, Gehirnjogging, Seniorensport, Handys mit großen Tasten, Kosmetikartikel für die „reife Haut“ bis hin zum Treppenlift. Und es ist noch kein Ende in Sicht.
Treppenlifte
Gerade weil die Senioren heute so unabhängig wie möglich leben wollen, trifft es viele hart, wenn sie dann feststellen müssen, dass das tägliche Leben im Alter doch schwieriger wird. Abgesehen von den normalen Alterserscheinungen, die man mit vielen Hilfsmittel (Brille, Hörgerät etc.) überbrücken kann, trifft es uns besonders hart, wenn die Beweglichkeit nachlässt. Man kann vielleicht noch (evtl. mit Hilfe) den Haushalt bewältigen und einkaufen gehen, aber das Treppen steigen übersteigt irgendwann die Kräfte.
Für diese Menschen ist genau wie für viele behinderte oder kranke Menschen, ein Treppenlift eine Alternative zum Umzug. Man kann in der gewohnten Umgebung bleiben und seine Wohnung dann verlassen, wenn man es auch möchte. Es kann den Unterschied zwischen einem weitestgehend normalen Leben und der Abhängigkeit von anderen Menschen bedeuten.
Wenn man sich für einen Treppenlift entschieden hat, sollte man genau überlegen, welches Modell für einen selber das passende ist. Es gibt für alle Anforderungen den richtigen Lift, ob Sitz- oder Plattformlift, Rollstuhllift, Treppensteiger oder Treppenraupe. Man sollte sich auf jeden Fall von Fachmann beraten lassen und über die Vor- und Nachteile der jeweiligen Modelle aufklären lassen.
Auch über die Kosten sollte man sich informieren, denn die Krankenkassen zahlen oft nichts oder nur einen Anteil dazu. Ebenso sollten Sie erfragen, ob die Montage im Preis inbegriffen ist oder ob diese extra berechnet wird. Außerdem sollte man sich erkundigen, ob eine Baugenehmigung erforderlich ist, manche Bundesländer verlangen eine. Alle Liftarten sind vom TÜV geprüft und haben eine Betriebserlaubnis, aus der genau hervorgeht, für was sie geeignet sind.
Sitzlifte
Wem aus welchen Gründen auch immer, sei es durch Behinderung, Krankheit oder Alter das Treppensteigen schwer fällt, der mag über die Anschaffung eines Treppenliftes nachdenken. Ein bevorzugtes Modell ist der Sitzlift. Dieser hat –wie der Name schon sagt- einen Sitz, eine Rückenlehne und Armstützen. Viele Modelle sind auch noch zusätzlich mit einem Sicherheitsgurt ausgestattet. Der Sitzlift wird dem Treppenverlauf entsprechend nach Maß angefertigt und verläuft auf einer Schiene. Diese kann je nach Treppenhaus entweder an der Wand- oder an der Geländerseite der Treppe verlegt werden und der Lift bewegt sich elektrisch auf dieser Schiene.
Um Platz zu sparen und, um das Begehen der Treppe für andere Bewohner einfacher zu machen, können Sitz und Armlehnen nach Benutzung hoch- bzw. weggeklappt werden. Diese Art von Lift ist in fast jedem Treppenhaus einzubauen, sogar bei engen Wendeltreppen. Viele Lifte werden mit Akkustrom betrieben, um den Benutzern die Angst vor einem Stromausfall zu nehmen. Die Akkus werden geladen, während der Lift an einer der beiden Stationen geparkt ist. Die Sitze sind in den meisten Fällen schwenkbar, dadurch hat man beim Ein- und Aussteigen festen Boden unter den Füßen. Anschließend kann er zurückgeschwenkt und hochgeklappt werden.
Plattformlifte
Eine Alternative zum Sitzlift ist der Plattformlift. Dieser ist in vielen Fällen auch für Rollstuhlfahrer geeignet. Er hat eine Bodenplatte, an der sich oft auch eine ausklappbare Rampe zu besseren Befahren für Rollstühle befindet. Außerdem umgibt die Plattform ein Geländer, so dass man während des Betriebes nicht herunterfallen kann.
Wenn der Lift nicht in Betrieb ist, kann die Plattform genau wie der Sitz des Sitzliftes hochgeklappt werden, um Platz zu sparen Der Vorteil des Plattformliftes besteht darin, dass man mit ihm nicht nur Personen, sondern auch schwere oder sperrige Güter die Treppe hinauf- oder heruntertransportieren kann und diese nicht tragen muss. Ein weiterer Vorteil des Plattformliftes ist, dass er nicht zwingend dem Treppenverlauf folgen muss, sondern auch an der Wand angebracht werden kann, wenn dieses notwendig ist. Er hat auch in den meisten Fällen ein höheres Tragegewicht.
Während die meisten Sitzlifte mit 125kg zugelassen sind, können Plattformlifte bis zu 300 kg befördern. Die Bedienung erfolgt ebenso wie bei Sitzlift elektrisch, in den meisten Fällen mittels eines Akkus. Man sollte sich also gut überlegen, für welches System man sich letztendlich entscheidet und sich auf jeden Fall fachmännisch beraten lassen, denn man sollte das für den Einzelfall beste System auswählen.
Treppenlift Rollstuhl
Liftsysteme speziell für Rollstuhlfahrer gibt es in verschiedenen Ausführungen. Zum einen kann man einen Plattformlift- ob als Treppen- oder Wandausführung- im Haus nutzen. Sollte diese Möglichkeit ausscheiden, besteht noch die Möglichkeit, im Haus einen Deckenlift anzubringen. Dieses System besteht aus einer unter der Decke angebrachten Schiene mit einem Befestigungssystem für den Rollstuhl. Der Rollstuhlfahrer kann die elektrische Bedienungseinheit betätigen und schwebt die Treppe hinauf oder herunter, ähnlich einer Gondel an der Seilbahn.
Eine weitere Möglichkeit sind außen am Haus angebrachte Senkrecht-Rollstuhllifts. Es handelt sich hier um Plattformlifts, die nachträglich angebaut werden können. Es gibt hier offene und geschlossene Kabinen. Allen gleich ist eine Art Turm, in dem die Mechanik untergebracht ist. Außen an diesem Turm wird dann die offene oder geschlossene Plattform hoch und runter transportiert. Die Bedienung kann von der Plattform aus erfolgen.
Mit so einem System können Höhenunterschiede von bis zu 10m ausgeglichen werden. Viele dieser Modelle sind mit Rampen versehen, so dass der Rollstuhlfahrer ohne fremde Hilfe auf die Plattform fahren kann. Der Lift ist nicht nur für den Rollstuhlfahrer ein großes Stück Unabhängigkeit sondern auch eine große Erleichterung für Angehörige oder Pflegepersonal.
Treppensteiger
Der Treppensteiger ist ein Hilfsmittel zu Bewältigung von Treppen. Es gibt hier verschiedene Ausführungen. Zum einen kann man mit diesem Gerät Lasten relativ leicht die Treppen hinauf oder herunter befördern. Das Gerät erinnert an eine Sackkarre, hat jedoch statt der Räder entweder 2 sternförmig angeordnete Rädersysteme oder wie die Treppenraupe Laufketten.
Die Last wird befestigt und der Treppensteiger die Treppe hochgezogen, wobei die Laufketten oder die Räder die Stufen bewältigen. Hierfür ist allerdings Muskelkraft nötig. Es gibt diese Treppensteiger auch mit elektrischem Antrieb, was die Anstrengung natürlich enorm vermindert.
In einer weiteren Ausführung dieser Treppensteiger sind die Geräte speziell für den Transport von Rollstuhlfahrern geeignet. Der Rollstuhl fährt in entsprechende Halterungen und wird befestigt. Dann kann eine 2. Person den Rollstuhl samt Fahrer ohne größere Anstrengung über die Treppe bringen. Viele dieser Geräte sind zusammenklappbar und können auch im Auto mitgenommen werden, z.B. um einen Besuch zu machen.
Der Nachteil des Gerätes liegt darin, dass man eine 2. Person benötigt, um jemanden im Rollstuhl zu befördern. Somit ist der Rollstuhlfahrer immer auf die Hilfe anderer angewiesen. Der Vorteil ist die Mobilität und ein Treppensteiger ist gerade für ältere Menschen eine große Hilfe, um schwere Einkäufe wie Wasserkisten oder ähnliches ohne große Anstrengungen in die Wohnung zu bekommen.
Treppenraupe
Eine Treppenraupe ist kein Lift. Wenn jemand durch Krankheit oder Unfall plötzlich vorübergehend oder auch auf Dauer an den Rollstuhl gefesselt ist, ist für denjenigen, der nicht im Parterre wohnt, das Leben plötzlich sehr schwierig. Nicht nur, das man in fast allen Bereichen eingeschränkt ist, es ist auch fast unmöglich, die Wohnung zu verlassen. In diesen Fällen ist oft eine Treppenraupe –die auch häufig von der Krankenkasse gestellt wird- eine Möglichkeit.
So eine Treppenraupe ist mit einem Panzerunterteil vergleichbar. Sie hat Laufbänder aus Gummi, die ein Wegrutschen verhindern sollen. Diese „Gummiketten“ werden von einer Anzahl kleiner beweglicher Räder angetrieben und ermöglichen so das Hinauf- oder Herabgleiten auf der Treppe. Der Rollstuhl wird auf diesem Unterteil fest eingehakt und so kann man mit dem Gerät die Höhenunterschiede bewältigen. Dieses mobile System wird mit Strom betrieben, das Gerät muss aufgeladen werden
Es kann auch Platz sparend aufbewahrt werden. Man kann es in 2 Teile teilen und z.B. unter dem Bett „parken“. So eine Treppenraupe ist dann sinnvoll, wenn entweder feststeht, dass man sie nicht auf Dauer benötigt, denn dann wäre ein stationärer Lift sinnvoller oder wenn z.B. der Vermieter mit dem Einbau eines Liftes nicht einverstanden ist.
Treppenlift gebraucht
Wer die Anschaffungskosten für einen neuen Treppenlift nicht aufbringen kann, der sollte mit dem Gedanken spielen, sich ein gebrauchtes Modell zu zulegen. Viele Firmen und private Anbieter bieten die Möglichkeit, gebrauchte Treppenlifte zu erwerben, die in ihrem Anschaffungspreis deutlich unter der neuen Variante liegen und somit für viele Senioren und Behinderte weit erschwinglicher sind.
Es lohnt sich, eine Anzeige in einem Anzeigenblatt oder in der örtlichen Tageszeitung aufzugeben, um bares Geld zu sparen und Angebote einzuholen. Auch das Internet bietet eine wahre Fundgrube für gebrauchte Treppenlifte. Es gibt sogar eigene Portale, die sich mit diesem Thema befassen und Hilfestellung anbieten. Wichtig ist es, trotz eines gebrauchten Modells auf Qualität zu achten und nicht nur auf den Preis zu sehen, um langfristig Freude an dem Gerät zu haben und nicht auf hohen Reparaturkosten sitzen zu bleiben.
Wie viel kann man grundsätzlich bei einem gebrauchten Treppenlift sparen? Grundsätzlich ist eine Ersparnis von rund 50 Prozent im Bereich des Realistischen. Möglich ist die Montage eines gebrauchten Liftes übrigens nicht nur bei geraden, sondern auch bei kurvigen Treppen. Auch hier bieten Anbieter individuelle Lösungen, die sich der Wohnsituation anpassen. Gerade hier muss man aber aufpassen, dass die Anpassungskosten die Kosten für einen neuen Lift nicht überschreiten.
In jedem Fall sollte die Ab- und Anmontage geschultes Fachpersonal übernehmen, damit sich später keine Schwierigkeiten ergeben. Es empfiehlt sich, sich vorher über die Garantieleistung zu informieren, die ein gebrauchter Lift noch hat. Häufig sind gerade hier Abstriche zu machen. Die Auswahl an gebrauchten Liften ist meist geringer als bei neuen Geräten, hier ist es wichtig, sich umfassend zu informieren.
Treppenlift mieten
Wer die Kaufsumme für einen Treppenlift nicht aufbringen kann oder sich nicht auf Dauer festlegen möchte, der hat auch die Möglichkeit, einen Lift zu mieten. Gerade das Internet ist hier eine Fundgrube an verschiedenen Anbietern, die diesen Service zur Verfügung stellen. Wesentlich leichter hat es derjenige, der eine gerade Treppe ohne Kurve zu Hause hat. Denn für diese Situation ist es weit einfacher, ein Gerät zu mieten, als für eine kurvige Lösung, da diese individuell angepasst werden muss.
Manche Anbieter offerieren daher ausschließlich Lifte für gerade Treppen. Es lohnt sich, sich genau zu informieren und Preise zu vergleichen, da diese recht unterschiedlich sind. Besonders wichtig ist es, auch hier auf Qualität zu achten. Viele Firmen bieten regelmäßige Wartungen für gemietete Geräte an. Diesen Service sollte man in jedem Fall in Anspruch nehmen, um dauerhaft Freude am Lift zu haben und technische Probleme zu vermeiden. Auch die Einbaukosten sind recht unterschiedlich, auch hier lohnt sich ein Preisvergleich.
Manche Anbieter berechnen überhaupt nichts für die Montage. Am besten ist es, so viele Anbieter wie möglich anzuschreiben, um einen guten Überblick zu bekommen, bevor man sich endgültig entscheidet. Von Vorteil sind Anbieter mit 24-Stunden-Hotline, die Service rund um die Uhr anbieten. Wann lohnt es sich besonders, einen Treppenlift zu mieten?
Sinnvoll ist es in jedem Fall, wenn die Nutzung zeitlich absehbar ist, zum Beispiel, wenn man eine Unfallverletzung hat, die einem das Treppensteigen momentan unmöglich macht, die aber in absehbarer Zeit wieder heilt, so dass man nicht dauerhaft auf einen Lift angewiesen ist. Auch, wenn ein Umzug bevor steht, die Zeit in der alten Bleibe aber noch überbrückt werden soll, ist es sinnvoll, ein Gerät nur zu mieten. Die Mietkosten belaufen sich ab circa 100 Euro im Monat, nach oben offen, je nach Modell.
Treppenlift Finanzierung
Wenn die Mobilität von Senioren und Behinderten abnimmt, stellt eine Treppe oft ein unüberwindbares Hindernis dar. Ein wahrer Segen ist da die Erfindung eines Treppenliftes, der hilft, auch in höher gelegene Stockwerke zu gelangen. Der Anschaffungspreis dieses Hilfsmittels ist allerdings ziemlich hoch - das ist so ziemlich der einzige Nachteil. Ab circa 3.000 Euro (spezielle Angebote für gerade Treppen) liegen die Kosten, die meisten Lifte bewegen sich allerdings in einem Rahmen zwischen 5.000 und 25.000 Euro.
Treppenlifte für kurvige Treppen gibt es erst ab circa 7.500 Euro. Zumeist werden diese von der Krankenkasse nicht übernommen, dennoch lohnt es sich, dort erst einmal nachzufragen. Wenn die Krankenkasse nein sagt, sollte der nächste Weg zur Pflegekasse führen. Denn die Anschaffung eines Treppenliftes ist eine Kann-Leistung der Pflegekasse. Lehnt auch diese die Finanzierung ab, so kann man sich bei den anbietenden Firmen erkundigen, ob Teil- und Ratenzahlung möglich ist, so dass der Anschaffungspreis aufgeteilt wird.
Viele Firmen bieten ihren Kunden diese Möglichkeit der Finanzierung an. Auch das Sozialamt kann in diesem Fall Ansprechpartner werden, wenn die Kosten für das notwendige Hilfsmittel nicht aufgebracht werden können. Und noch zwei potenzielle Ansprechpartner: Die Kommune oder Berufsgenossenschaften. Auch hier ist Hilfe nötig. Grundsätzlich lohnt es sich, bei so vielen Anlaufstellen wie möglich nachzufragen, um einen Treppenlift finanzieren zu können und barrierefreies Wohnen möglich zu machen.
Treppenlift für Treppen mit Kurve oder Zwischenpodest
Nicht jeder hat das Glück, eine gerade Treppe zu Hause zu haben, die den Einbau eines Liftes so einfach wie möglich zu machen. Gerade die kurvigen Treppen oder Treppen mit Plattform machen es nötig, individuelle Lösungen zu suchen. Aber auch diese werden von den Anbietern bereit gestellt - für jede Treppe gibt es auch den passenden Lift, versprechen die anbietenden Firmen.
Wichtig ist es, sich in diesem Fall eingehend beraten zu lassen und bereits im Vorfeld einen Fachmann zu sich nach Hause kommen zu lassen, damit sich dieser über die Gegebenheiten informieren und Lösungsmöglichkeiten suchen kann. Selbst enge und schmale sowie sehr steile Treppen und ein sehr geringer Platzbedarf verringern die Möglichkeiten, einen Lift einzubauen, keinesfalls. Technisch gesehen, werden hier zumeist Reibradantrieb sowie speziell gebogene Tragrohre nötig. An diesen Tragrohren entlang bewegt sich, wie auch beim Modell für gerade Treppen, der Lift. Hier ist es besonders wichtig, sich an ein seriöses Fachgeschäft zu wenden, um alle Möglichkeiten auszuloten. Denn die Modelle sind vielfältig und unterscheiden sich auch im Preis voneinander. Bewältigt können übrigens Steigungen von bis zu 180 Grad.
Daneben gibt es auch so genannte Plattformlifte oder Treppenlifte mit Podest. Diese sind in erster Linie für Rollstuhlfahrer gedacht, die mitsamt ihres Rollstuhls auf die Plattform fahren können, dort mit speziellen Mechanismen gesichert werden und so in das nächste Stockwerk befördert werden können, ohne dass sie ihren Rollstuhl verlassen müssen. Solche Plattformlifte können sowohl innen als auch außen befestigt werden, und zwar entweder an der Treppe oder an der Wand. Sie haben den Vorteil, dass sie dem Rollstuhlfahrer auch als Transportmöglichkeit dienen: So kann ein Behinderter auch kleinere Lasten von einem Stockwerk in das nächste befördern, wenn er diese auf die Plattform legt.
Treppenlift für gerade, einläufige Treppen
Wer eine gerade Treppe ohne Kurven zu Hause hat, der hat es beim Einbau eines Treppenliftes leichter. Denn hier ist der Einbau wesentlich einfacher, ebenso wie die technischen Voraussetzungen, und es bietet sich auch die Möglichkeit, ein Gerät zu mieten. Gebraucht wird ein Zahnstangenantrieb, der an den Treppenstufen oder an der Mauer befestigt wird. Dieser bildet eine Schiene für den elektronischen Antrieb und daran wird dann die Plattform oder Sitzgelegenheit befestigt.
Die Sitzgelegenheit kann jeder Käufer selbst wählen, es gibt sie wahlweise mit oder ohne Lehnen, und auch die Polsterung ist individuell wählbar. Viele Sitze kann man auch hoch klappen, so dass andere Hausbewohner, die die Treppe nutzen wollen, beim Treppensteigen nicht behindert werden und ohne Schwierigkeiten daran vorbeikommen.
Sowohl handlaufseitig als auch wandseitig kann der Treppenlift angebracht werden. Auch hier lohnt es sich, erst einmal einen Fachmann ins Haus kommen zu lassen, der die Gegebenheiten prüft und Tipps zur Montage gibt.
Hebebühne
Manche Hindernisse sind für Rollstuhlfahrer unüberwindbar. Eine praktische Erfindung in diesem Fall sind Hebebühnen, die helfen, die Barrieren zu meistern. Höhendifferenzen von bis zu drei Meter können durch dieses elektronische Hilfsmittel einfach und spielend überwunden werden. Und zwar können Rollstuhlfahrer diese Hebebühnen völlig eigenständig bedienen, sie brauchen keine andere Person dazu, die ihnen hilft.
Für die Montage sind keine allzu großen Anforderungen notwendig, zumeist genügt ein ebener Untergrund als Basis sowie eine Steckdose in Reichweite. Geeignet sind Hebebühnen sowohl für den Innen- als auch für den Außenbereich. Der Zugang ist grundsätzlich über drei Seiten möglich. Bei einem Umzug kann das Gerät auch abgebaut und mitgenommen werden. Umfangreiche Umbauarbeiten sind meistens nicht nötig, auch ein Kabelsalat wird durch die einfache Montagemöglichkeit verhindert, so dass sich die Hebebühne gut in den vorhandenen Wohnraum einfügt. Die Tragkraft beträgt je nach Modell rund 300 Kilo.
Es kann mit Hilfe dieser Hebebühne nicht nur der Rollstuhl transportiert werden, sondern auch Lasten, die der Rollstuhlfahrer ansonsten nicht bewegen könnte, zum Beispiel ein Wäschekorb oder Bierkasten.
Sitztreppenlift
Ältere Menschen können meist nicht mehr so gut Treppen steigen und wohnen dabei in ihren Häusern, die sich über mehrere Stockwerke erstrecken. Wie heißt es doch immer so schön „einen alten Baum verpflanzt man nicht“, also muss für das Treppenproblem eine Alternative her.
Sitztreppenlifte können hiermit die Lebensqualität der älteren Bewohner sehr positiv beeinflussen, denn durch sie kann man das ganze Haus benutzen. Die Sitztreppenlifte sind die häufigste Art der Treppenlifte. Sie verfügen über einen Sitz, der fest mit einer Plattform verbunden ist, die wiederum auf den Schienen der Liftführung befestigt ist. Meist ist der Sitz recht angenehm gepolstert und er verfügt über Arm- und Rückenlehnen. Des Weiteren gehören Fußstützen und ein Sicherheitsgurt zur standardmäßigen Ausführung. Bei den meisten Modellen kann man den Sitz während der Nichtbenutzung hoch klappen, sodass der Treppenlift platzsparend ist, wenn auch noch andere Familienmitglieder die betreffende Treppe nutzen. Zudem kann man bei einigen Modellen den Sitz auch drehen, sodass ein gefahrloser Einstieg und ein ebenso unkomplizierter Ausstieg gewährleistet sind.
Geeignet ist diese Art von Treppenlift auch für Rollstuhlfahrer, sofern sie sich alleine in den Sitztreppenlift heben können. Dabei muss man nur beachten, dass oben wie unten ein Rollstuhl zur Weiterfahrt bereit stehen muss. Unterschieden werden zwei Antriebsarten, die Traktionsantriebe und die Zahnstangenabtrieb. Der Zahnstangenantrieb ist eine recht alte Variante, die mitunter eine enorme Geräuschentwicklung hat. Der Traktionsantrieb ist hingegen recht neu und zeichnet sich durch eine ruhigere Lauflautstärke, eine bessere Kurvenstabilität und angenehmere Fahrweise aus.
Stehtreppenlift
Ein Stehtreppenlift ist besonders gut geeignet für Personen, die nicht alleine die Treppen hinauf kommen, sonst aber noch weitestgehend alleine mobil sind. Des Weiteren ist ein Stehtreppenlift eine ideale Alternative, wenn die Treppe für einen Sitzlift zu klein ist. In der Regel wird ein Stehtreppenlift maßgefertigt, d.h. er wird direkt an die örtlichen Gegebenheiten angepasst, sodass man am Haus bzw. im Haus keine baulichen Veränderungen vornehmen muss.
Zudem kann so der Lift direkt an die persönlichen Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden, was besonders im Hinblick auf die Körpergröße und die Anordnung der Bedientafeln von Bedeutung ist. Ein Stehtreppenlift besteht aus einer kleinen Plattform, auf die sich der Nutzer stellt, und einer Fahrschiene, die die Treppe entlang führt. Meist hat die Plattform ein Gitter bzw. ein Geländer, sodass während der Fahrt auch an die Sicherheit gedacht werden kann. Die Plattformen halten dabei meist sehr viel aus, sodass auch schwere Einkäufe damit hinauf transportiert werden können. Zudem gibt es etwas größere Stehtreppenlifte, die speziell für die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern konzipiert sind.
Betrieben wird ein Stehtreppenlift über den Stromkreis im Haus, wobei er zusätzlich über einen Akku verfügt, sodass der Lift auch im Falle eines Stromausfalls benutzt werden kann. Leider ist ein Treppenlift, ganz gleich welche Ausführung, keine Leistung, die die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen. Somit hat der Nutzer alle Kosten dafür selbst zu tragen.
Plattformlift
Ein Plattformlift verfügt über eine Plattform, auf die der Rollstuhlfahrer hinauf fährt und samt Rollstuhl in die obere Etage befördert wird, bzw. auch wieder hinunter. Für die erforderliche Sicherheit sorgen Klappschranken sowie Klappen, die ein Abrollen des Rollstuhls verhindern. In der Regel kann man die Plattform eines solchen Treppenlifts nach oben klappen, wenn der Lift gerade nicht benutzt wird. So steht er niemandem im Wege, besonders wenn noch andere Familienmitglieder die betreffende Treppen nutzen, kann dies ein sehr großer Vorteil sein.
Die Bedienung eines solchen Liftes ist kinderleicht, denn meist gibt es ein Bedienelement, das entweder am Geländer befestigt ist oder flexibel durch ein Kabel mit dem Lift verbunden ist. So kann man selbst mit einer leichten Behinderung ein gewisses Maß an Freiheit und Mobilität gewinnen. Bei einer zu schweren Behinderung gibt es funkgesteuerte Plattformlifte, die dann vom entsprechen Pflegepersonal bedient werden. Montieren kann man einen Plattformlift zum einen auf der Treppe zum andern aber auch an der Wand. Zudem gibt es Plattformlifte für innen und für den Außenbereich und auch kurvige Treppenabschnitte können wunderbar mit einbezogen werden.
Es gibt viele verschiedenen Varianten, wobei eine große Rolle der Behinderungsgrad des Benutzers spielt. Ganz auf seine Bedürfnisse hin wird ein Plattformlift konzipiert und schlussendlich auch eingebaut. Des Weiteren müssen natürlich auch die baulichen Gegebenheiten im Haus berücksichtigt werden, damit der Rollstuhlfahrer sich nicht unterwegs verletzten kann.
Hängelift
Wie der Name eigentlich schon verrät, handelt es sich bei einem Hängelift um einen Lift, der durch die Räume schwebt. Anders wie bei allen anderen Arten von Liften, die auf Schienen geführt werden und auf der Treppe oder an der Wand entlang fahren, werden bei dieser Variante an die Decke Schienen montiert. Sinnvoll ist diese Art von Lift, wenn die baulichen Gegebenheiten eine Montage auf der Treppe oder an der Wand nicht zulassen. Dies ist z.B. dann der Fall, wenn die Treppen nicht breit genug sind oder die Treppen zu eng, steil oder kurvig sind.
Unterschieden werden dabei Hängelifte mit einem Sitz oder solche, die über eine Plattform verfügen und daher für Rollstuhlfahrer wunderbar geeignet sind. Mit diesem System kann man auch einem sehr schwer gehbehinderten Menschen ein gewisses Stückchen Selbständigkeit zurückgeben, denn theoretisch kann man im ganzes Haus ein System von Schienen für den Hängelift einbauen. So kann der Nutzer auch über diesen Lift ins Badezimmer gelangen oder in die Küche.
Des Weiteren zeichnen sich Hängelifte dadurch aus, dass die gesamte Breite der Treppe zur Verfügung steht und so auch andere Familienmitglieder die Treppe ohne Einschränkungen nutzen können. Selbstverständlich verfügt jede Ausführung über die entsprechend gesetzlich geforderten Mindestbedingungen in punkto Sicherheit.
Treppenlift Sessel
Der Sessel eines Sesseltreppenliftes sieht fast aus wie ein ganz normaler Stuhl und so fällt er auf den ersten Blick gar nicht als Treppenlift auf. Er ist in der Regel gut gepolstert und verfügt über eine Rückenlehne sowie über Armlehnen. Es gibt viele verschiedene Designs der Polster, ebenso sind verschiedene Farben erhältlich. So kann man auch den Sessellift optisch an den Rest der Wohnung ganz gut anpassen.
Der Sitz wird bei den meisten Geräten direkt auf dem Antrieb befestigt, ist jedoch von einem stabilen Gehäuse umgeben, sodass der Nutzer keine Angst haben muss, dass er in den Antrieb gelangen kann. Zudem verfügen die meisten Sessel über eine Fußstütze, die den Weg nach oben bzw. nach unten etwas komfortabler gestaltet. Zudem kann man so auch kleinere Lasten, wie die Einkaufstasche, in einen anderen Stock befördern.
In der Ruhepause ist der Sitz entweder am oberen oder am unteren Ende der Treppe und kann durch eine Fernbedienung in Gang gesetzt werden. Bei der Montage eines Sesselliftes wird nicht nur der Lift an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst, sondern auch der Sitz selbst. So gibt es Sitze, die ein „fast Stehen“ ermöglichen, sodass auch Personen mit Knieproblemen den Sessel problemlos und schmerzfrei benutzen können.
Treppenlift Schienen
Jeder Treppenlift verläuft auf Schienen, die entweder auf der Treppe montiert werden oder an der Wand angebracht sind. Zudem kann man Schienen auch auf der Seite des Geländers anbringen. Unterschieden werden dabei die Antriebsarten der Schienen, denn es gibt Zahnstangenantriebe und Traktionsantriebe.
Bei einem Zahnstangenantrieb bewegt sich ein Antriebszahnrad in Kombination mit dem Sessel auf einer Schiene, diese Schiene ist fest verankerte und verfügt ebenfalls über eine Zahnung. Während bei älteren Geräten die Verzahnungen offen liegen und somit die Gefahr einer Verletzung erhöht ist, verfügen neuere Geräte über eine Blendschiene, mit der die eigentliche Führungsschiene verblendet ist. Die Lifte mit Traktionsantrieb sind Treppenlifte der neueren Generation und haben meist zwei Tragrohre. Diese befinden sich unter der Plattform oder dem Sitz und umschließen die Schienen, die nach oben bzw. unten führen. Diese Schienen sind sehr glatt, was den Fahrkomfort sehr erhöht. Zudem ist hier eine Verletzung durch Einklemmen von Kleidungsstücken völlig ausgeschlossen.
Die Schienen für Hängelifte sind aus dem gleichen Material gefertigt, wie die Wand- oder Treppenschienen auch. Sie werden nur besonders in der Decke verankert, damit sie die Lasten auch problemlos aufnehmen können. Hierbei sind Lasten bis zu 175 Kilogramm überhaupt kein Problem, während ein Sitzlift oder ein Plattformlift Lasten bis ungefähr 15 Kilo aufnehmen kann.
Treppenlift Kosten
Treppenlifte geben vielen älteren Menschen ein Stückchen Freiheit und Beweglichkeit zurück und nicht selten werden das Lebensgefühl und die Lebensqualität dadurch enorm gesteigert. Und doch gehören Treppenlifte nicht zu den Leistungen, die eine gesetzliche Krankenkasse übernimmt. Daher muss der Nutzer die Kosten selbst tragen, die recht schnell in die Höhe steigen können. Bedenken muss man, dass je nach Bauart der Treppe ein Treppenlift maßgefertigt werden muss. Zwar gibt es auf dem Markt viele Standardversionen, aber dennoch ist fast jede Treppe ein wenig anders.
Unterschieden werden meist Basismodelle und Komfortmodelle, die sich im Bezug auf die Sicherheitseinrichtungen erheblich voneinander unterscheiden. Die Basismodelle haben die gesetzlich vorgeschriebenen Sicherheitsvorrichtungen, während die Komfortmodelle über wesentlich mehr Einrichtungen verfügen.
Die einfachsten Ausführungen von Treppenliften, bei denen keinen Kurven berücksichtigt werden müssen, kosten um die 3.000 Euro. Bei einem exklusiven Treppenlift, der auch noch an die speziellen Windungen der Treppe angepasst werden muss, kommen schnell 15.000 Euro und mehr zusammen. Des Weiteren ist der Preis von der Antriebsart und dem Sitzkomfort abhängig. Am günstigsten sind Treppenlifte, die einfach nur eine gerade Treppe überwinden müssen. Hierbei bieten viele Händler auch eine Rücknahmegarantie an, wenn der Treppenlift nicht mehr gebraucht wird. So kann man bei einem Fachhändler auch gerne nach einem gebrauchten Modell fragen und so ein paar Euro einsparen.



